eKomi Kundenmeinung

Kunden­meinungen

Ihre Meinung ist uns wichtig - Lesen Sie Auszüge aus dem Feedback der Shoepassion-Kunden.

zu den Kundenmeinungen

Experten­meinungen

Wir stellen Schuhexperten vor und überlassen ihnen das Wort. Wie gut sind die Produkte von SHOEPASSION.com ihrer Meinung nach?

Zu den Expertenmeinungen
Videogalerie

Video­Galerie

Wir laden Sie zu einer aufregenden audiovisuellen Tour durch unsere Kollektionen ein. Erleben Sie unsere rahmengenähten Schuhträume in anmutigen Videoclips.

Zur Videogalerie
newsletter

Unser Shoeletter

  • Ankündigungen neuer Produkte
  • Hilfreiche Pflegetipps
  • Interessantes Schuhwissen
  • Sicherheit Ihrer Daten
  • Abmeldung jederzeit möglich

Das sagen Schuhexperten über SHOEPASSION.com

Sie sind die Menschen, die allein schon von Berufswegen täglich mit Schuhen, Produkten der Schuhpflege und Fragen des guten Stils konfrontiert sind. Wir stellen hier Schuhexperten vor und überlassen ihnen das Wort. Wie gut sind die Produkte von SHOEPASSION.com ihrer Meinung nach?

Hanns Rendenbach

Hanns Rendenbach

Mit Tensiden im Blut erblickte Hanns Rendenbach das Licht der Welt, schließlich entstammt der gebürtige Pfälzer einer der berühmtesten Gerberfamilien Deutschlands – Rendenbach. 1871 in Trier gegründet, führt Hanns Rendenbach das Familienunternehmen seit 1985 in der vierten Generation. Wie bereits der Ur-Großvater setzt er auf die traditionelle Eichenlohe-Grubengerbung, einem komplett natürlichen Gerbvorgang, bei dem nach neun Monaten ein äußerst robustes und langlebiges Sohlenleder entsteht. Die gewonnene Qualität gibt ihm Recht, und so verwundert es kaum, dass die weltweit besten Maßschuhmacher auf das feine Sohlenleder aus der Moselstadt setzen. Doch Hanns Rendenbach ist nicht nur Gerber. In seinem ersten Leben studierte er Betriebswirtschaft in Köln. Das erlangte Know-how half ihm, Rendenbach in die Moderne zu führen. Seit mehreren Jahren verfügt die Lederfabrik über eine hochmoderne Konfektionierung, in der ganze Schuhunterböden nach den Wünschen der Kunden produziert werden. Und so ist Hanns Rendenbach ein gern gesehener Gast in den größten und bekanntesten Schuhmanufakturen der Welt.

www.lederfabrik-rendenbach.de

Hanns Rendenbach

Hanns Rendenbach über SHOEPASSION.com

Anzahl der Schuhe im Besitz: mehr als 100
Lieblingsschuhmodell: Doppel Monk
SHOEPASSION.com Favoriten: No. 576 & No. 460

Herr Rendenbach, wie definieren Sie einen guten Schuh?

In erster Linie soll er ein bequemer und vor allem langlebiger Begleiter des Alltages sein. Meine Füße müssen sich in ihm wohlfühlen. Erreicht wird dies vor allem durch Atmungsaktivität und Passform, die wiederum vom Material und Machart bestimmt werden. Die Optik ist natürlich nicht minder interessant, unterliegt jedoch rein subjektiven Empfindungen.

Diesen folgend, welches Modell aus unserer Kollektion gefällt Ihnen am besten?

Da gibt es viele. Ich bin ein großer Fan von Modell No. 576, das ich sehr gern und sehr oft trage. Das Highlight Ihrer Kollektion ist für mich jedoch der Python-Oxford in Kombination mit der Rendenbach-Sohle – aufregend anders und dabei ungeheuer bequem.

Was halten Sie generell von unseren Schuhen?

In meiner Rotation befinden sich mehrerer Modelle aus Ihrem Hause, daher kann ich mir das Urteil erlauben: Ihre Leisten bieten für mich eine perfekte Passform, und ich fühle mich in den Schuhen sehr wohl. Die Verarbeitung ist zudem sehr solide. Sie besitzen dementsprechend ein hervorragendes Preis/-Leistungsverhältnis für rahmengenähte Schuhe das seines Gleichen sucht, und ich empfehle Sie gern und oft weiter.

Sie kennen den klassischen Schuhmarkt sehr genau und haben mit den Größen der Branche zusammengearbeitet. Wie bewerten Sie eine junge Firma wie SHOEPASSION.com?

Ich habe sehr großen Respekt vor dem, was Sie hier innerhalb weniger Jahre aufgebaut haben. In einem sehr traditionellen Markt haben Sie es geschafft, für neuen Input zu sorgen. Nehmen wir allein die Form des Direktvertriebes von Schuhen im Internet. Das wäre so vor zehn Jahren noch nicht möglich gewesen. Meiner Meinung nach hat Shoepassion.com einen frischen Wind in die Schuhbranche gebracht, von dem das Business profitiert.

Wir stehen auch für den digitalen Wandel des Schuhmarktes. Wie gut sehen Sie das klassische Produkt Schuh bei uns repräsentiert?

Die Schuhe werden bei Ihnen ganz hervorragend in Szene gesetzt. Es ist Ihnen gelungen, eine Website zu bauen, die nicht nur die Schuhe attraktiv präsentiert, sondern eben auch das Kulturgut Schuh erfahrbar macht dank Ihres umfangreichen Schuhwissens. Wenn ein Besucher Ihrer Seite Freude und Zeit mitbringt, dann kann er bei Ihnen eigentlich fast alles über Schuhe erfahren, was er sich sonst mühevoll selbst aus der gängigen Fachliteratur erarbeiten müsste.

Schön, dass Sie das erwähnen. Meinen Sie, dass wir durch unseren Auftritt einen Beitrag zur Renaissance des guten Stils leisten können? Das Menschen zudem für hochwertige und vor allem nachhaltige Materialien sensibilisiert werden können?

Ich glaube schon. Schauen Sie, der deutsche Mann ist eher bereit 1.000 Euro in einen guten Anzug zu investieren als 350 Euro für gute Schuhe auszugeben. Durch Ihren Informationsansatz, die Qualität und den tollen Verkaufspreis machen Sie den Einstieg in die Welt der rahmengenähten Schuhe äußerst attraktiv. Hat der neugierige Kunde dann einmal Schuhe dieser Machart erlebt, wird er auf jeden Fall dabei bleiben und seinen verklebten Billigexemplaren den Rücken kehren.

Sehen Sie Ihr Produkt, die altgrubengegerbte Ledersohle, bei uns gut aufgehoben?

Absolut. Ich sage dies so eindeutig und will es auch noch kurz erläutern: Historie und Tradition haben Ihre Berechtigung. Den Zug in die Zukunft sollte man dabei aber nicht verpassen. Daher fühle ich mich als traditioneller Gerber mit meinem Produkt bei Ihnen sehr gut aufgehoben.

Zudem präsentieren wir die erste Kollektion rahmengenähter Damenschuhe, die auf Rendenbach gefertigt wurde. Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?

Ich bin absolut begeistert! Im Unterschied zu vielen anderen Herstellern haben Sie nicht einfach nur Herrenschuhe in Damenschuhe übersetzt. Nein, Sie haben wirklich neue Damenmodelle kreiert. Vom Look und Umfang ist diese rahmengenähte Damenkollektion absolut einzigartig.

Herr Rendenbach, was halten Sie von einer Gummischutzsohle, die nachträglich auf Ihre Lederlaufsohle aufgeklebt wird?

Da fragen Sie mit Sicherheit den Falschen (lacht). Ich habe diese Gummischutzsohle nie verstanden. Meiner Meinung nach ist sie allein eine Schutzmaßnahme für schlechte Materialien, die über geringe Wasserabweisung und hohen Abrieb verfügen. Diese Mängel werden dadurch sicherlich kaschiert, doch wo bleibt dann noch die Charakteristik der Ledersohle? Für mich ist das Auftreten mit der glatten Ledersohle und des dabei entstehenden typischen Sounds ein wahrer Genuss. Wirklich hochwertiges Sohlenleder hat eine Gummischutzsohle überhaupt nicht nötig. Einzige Ausnahme: Im Winter, wenn es wirklich glatt ist, kann eine Gummischutzsohle natürlich die Rutschfestigkeit erhöhen, aber in den warmen Monaten des Jahres hat sie meiner Meinung nichts verloren.

Apropos Schutz. Gemeine Ledersohlen sollten idealerweise von Zeit zu Zeit mit Ledersohlenöl behandelt werden. Dieses erhöht die Hydrophobie und die Abriebfestigkeit der Sohle. Wie steht Rendenbach zu dieser Thematik?

Gespalten. Ich will dem gar nicht widersprechen. Durch den Einsatz des Öls wird sicherlich eine gewisse Geschmeidigkeit in der Faser des Leders erzielt. Zudem wird wahrscheinlich auch die Flexibilität der Ledersohle erhöht, aber ich persönlich habe für unsere Sohlenleder noch nie welches genutzt und mir ist in meinem gesamten Leben keine einzige Rendenbach-Sohle gebrochen oder gerissen. Es ist in Ordnung, wenn man es auf der gemeinen Ledersohle einsetzt, aber für Rendenbach-Ledersohlen braucht man es nicht.

Sie als ausgewiesener Schuh-Fan: Welche Schuhmodelle fehlen in unserer Kollektion?

Von der Modellauswahl sind Sie perfekt aufgestellt, doch über ein wenig mehr Mut zur Farbe würde ich mich sehr freuen. Experimentieren Sie ruhig ein wenig mehr mit bunten Oberledern oder peppen Sie gern auch einmal das Innenfutter ein wenig auf – ein dunkles Grün könnte ich mir hier sehr gut vorstellen.

Rainer Ersfeld

Schuhexperte Rainer Ersfeld

Der aus dem idyllischen Leutkirch im Allgäu stammende Rainer Ersfeld ist Geschäftsführer der Freyersfeld GmbH und der Firma ShoeCareService mit Sitz im nicht minder bezaubernden Konstanz. Unter anderem vertreiben seine Firmen die Schuhpflegeprodukte von Burgol aus der Schweiz, Famaco aus Frankreich und Abbeyhorn aus England. Dabei war die Schweizer Traditionsmarke Burgol bei uns kaum bekannt, als Rainer Ersfeld sie 2004 durch Zufall entdeckte. Dann ging alles recht schnell. Er besuchte den Hersteller, schaute bei der Produktion zu und testete direkt vor Ort die verschiedenen Terpentinwachspasten. Überzeugt von der Überlegenheit des Produkts ist die Freyersfeld GmbH seit 2004 exklusiver Vertriebspartner von Burgol für Deutschland, Österreich und die übrigen Euro-Länder. Alle namhaften Maßschuhmacher in Deutschland und Österreich gehören mittlerweile zu seinen Kunden. Darüber hinaus ist Rainer Ersfeld Autor und Schuhpflegeexperte, der sein Wissen auf speziellen Schuhpflegeseminaren weitergibt.

www.burgol.de www.shoecareservice.dewww.schuhpflege-online.de

Schuhexperte Rainer Ersfeld

Rainer Ersfeld über SHOEPASSION.com

Anzahl der Schuhe im Besitz: mehr als 100
Lieblingsschuhmodell: Captoe Oxford in French Calf
SHOEPASSION.com Favoriten: 337, 576, 591

Herr Ersfeld, Sie als passionierter Schuhliebhaber, fühlen Sie sich von SHOEPASSION.com angesprochen?

Unbedingt! Ich liebe helle freundliche Websites. Vor allem die sehr schönen Produktbilder kommen dabei wunderbar zur Geltung. In Kombination mit den sehr fundierten Texten – auch möchte ich hier den tollen Schuhwissensbereich erwähnen – stimuliert die Website mein Kaufinteresse.

Das hören wir gerne, vor allem von einem Mann, der sicherlich doch die persönliche Begegnung mit dem Schuh im Laden bevorzugt, oder?

Mittlerweile verfüge ich über genügend Schuhpaare und muss da nicht unbedingt nachlegen. Aber Sie haben Recht, jeder Schuhliebhaber schätzt natürlich das haptische Erlebnis am Schuhkauf und den Geruch von Leder. Ich weiß, so etwas ist in einem Online-Shop nicht möglich, aber ansonsten stehen Sie dem Ladenverkauf in nichts nach und haben dem gegenüber sogar noch einige Vorteile.

Wie meinen Sie das?

Ihr Preis-Leistungsverhältnis für rahmengenähte Schuhe dieser Klasse ist außerordentlich gut. Wenn ich als Kunde den passenden Leisten für mich bei Ihnen entdeckt habe, dann kann ich mir weitere Modelle problemlos und bequem nach Hause liefern lassen, ohne dabei in die Innenstadt zu müssen.

Wie schätzen Sie unsere Schuhe ein?

Das hervorragende Preis-Leistungsverhältnis hatte ich bereits genannt. Ich erwähne dies gerne noch einmal, denn ihre Schuhklassiker sind nicht schlechter als vergleichbarer Modelle von Crockett & Jones bis zur 450-Euro-Grenze. Das finde ich bemerkenswert. Die Verarbeitung ist ohne Fehl und Tadel. Wenn nun manch einer behaupten wird, das Leder sei nicht weich genug, so kann ich nur sagen: Neue rahmengenähte Schuhe müssen etwas härter sein. Schuh und Leder müssen am Fuß arbeiten und eingelaufen werden. Dann entwickelt sich das persönliche Fußbett und beide gehen eine langanhaltende harmonische Beziehung ein.

Sie selbst haben das Modell No. 337 bei uns bestellt. Wie zufrieden waren Sie mit der Lieferzeit, dem Paket und seinen Beilagen?

Der Rochenlederschuh war bereits am nächsten Tag bei mir in Konstanz, was wirklich schnell ist. Voller Spannung packte ich es aus und war über den hochwertigen Schuhkarton sehr erstaunt. So etwas erlebe ich heute nur noch selten: Der Karton hat eine kleine runde Öffnung auf der Vorderseite. Die ist perfekt, wenn ich mehrere Schuhkartons übereinanderstapeln möchte. So habe ich immer rasch Zugriff und außerdem sorgt sie für Belüftung in dem sehr stabilen Karton. Dies, zusammen mit den Ersatzschnürsenkeln – dafür bin ich sehr dankbar, denn aus Erfahrung kenne ich das Dilemma eines gerissenen Schnürsenkels auf Geschäftsreisen – dem persönlichen Anschreiben, den Schuhbeuteln und der Kurzpflegeanleitung wirkt auf mich wie eine gute Visitenkarte. Daran merke ich, dass hier Menschen mit Leidenschaft für das Produkt arbeiten.

Wir führen ebenso die Produkte aus dem Hause Burgol und dem ShoeCareService. Wie gefällt Ihnen deren Präsentation?

Hervorragend! Ich bin ein Fan von tollen Produktbildern und Ihre Fotografien gleichen wahren Kunstwerken. Wie hier selbst die Metalldosen in Szene gesetzt sind, sucht seines Gleichen. Ich liebe solch Detailversessenheit und weiß, wie schwierig die Umsetzung ist.

Jetzt haben wir viel Lob von Ihnen gehört, wo sehen Sie unsere Schwächen und was könnten wir besser machen?

Ach, das sind nur ein paar Kleinigkeiten. Zum Beispiel würde ich das Bild der Schuhspanner auf der Kurzpflegeanleitung austauschen. Bisher zeigt dies nur minderwertige Spiralspanner, die ich nicht wirklich empfehlen kann. Freuen würde ich mich über noch flauschigere Schuhbeutel – doch Gott sei Dank erhalte ich wenigstens zwei bei Ihnen, was eine Verstauung der Schuhe auf Reisen ungemein vereinfacht. Doch noch weichere Beutel würden dann den Schuh bereits im Sack polieren. Noch eins: Die Schuhbändel bei meinen Rochenlederschuhen sind bei der 3-Paar-Lochschnürung doch ein wenig zu lang – kürzere Schnürsenkel wären hier praktischer.

Welcher Schuh fehlt in unserer Kollektion?

Wie wäre es mit einer Schuhklassiker-Luxuslinie? Schuhe gefertigt aus feinstem French Calf und versehen mit einer Rendenbachsohle. Ich würde ein Paar nehmen.

Paulus Bolten

Schuhexperte Paulus Bolton

© The Rake

Betritt der Schuhliebhaber das kleine Pariser Ladengeschäft von Paulus Bolten im XVI. Arrondissement stockt ihm der Atem. Die Oberleder der präsentierten Schuhe sind weit entfernt von gewöhnlich. Meist bestechen sie durch eine fantasievolle Melange verschiedenster Farben. Kurzum: Bolten ist der Meister der Patina. Mit dieser beschreibt man in der Schuhwelt die gesamten Lederveränderungen, die sich mit der Zeit entwickeln und Farbnuancen und -schimmer entstehen lassen. Bolten führt sie künstlich herbei, in bester Tradition Olga Berlutis. Wir haben mit dem Pariser Schuhveredler über Schuhe, Kunst und Psychologie gesprochen.

http://paulus-bolten-shoe-boudoir.blogspot.de/

Schuhexperte Paulus Bolton

Paulus Bolten im Gespräch mit SHOEPASSION.com

Anzahl der Schuhe im Besitz: über 100
Lieblingsschuhmodell: außergewöhnliche Schuhe
SHOEPASSION.com Favoriten: No. 692

Sehen Sie sich selbst als Künstler oder Meisterhandwerker?

Es ist schwierig, diese Frage zu beantworten, obwohl beide Begriffe sehr unterschiedlich sind. Wenn ich ein Schuhmodell kreiere, bin ich eher ein Künstler, würde ich sagen. Und bei Patinas bin ich eher ein Meisterhandwerker. Obwohl, ich hätte ja auch Maler werden können.

Woher haben Sie Ihre Leidenschaft für schöne Patinas, und wie kamen Sie dazu in Paris zu arbeiten?

Zuerst habe ich eine Leidenschaft für Schuhe und nicht direkt für Patinas entwickelt. Bereits als ich klein war und in Amsterdam wohnte, habe ich meine Schuhe mit Hilfe von einem Schuhmachermeister angepasst. Sie müssen wissen, meine Füße sind außergewöhnlich. Kurzum, ich habe einen sehr niedrigen Spann. Später bin ich nach Paris gezogen. Als ich dort wieder mit meinem Psychologiestudium anfangen wollte, musste ich natürlich nach einem Teilzeitjob suchen. In diesem Moment besann ich mich auf mein Interesse an Schuhen und habe einen Studentenjob bei einem Schuhmacher bekommen. Dort musste ich die Schuhe putzen und polieren. Einmal bin ich auf Berluti-Schuhe gestoßen und fand die Patina einfach atemberaubend. Und schon wollte ich das gleiche bei meinen Schuhen testen. Die ersten Versuche waren aber eine Katastrophe, doch mit der Zeit habe ich meinen Stil verbessert. Um das Jahr 2000 gab es ausschließlich zwei Schuhveredler in Paris. Einer davon war ich. Von Anfang an wollte ich die Schuhe nach meiner Art veredeln und mich gleichzeitig von Berluti inspirieren lassen. Mit der Zeit habe ich mehr und mehr meinen eigenen Stil entwickelt.

Was macht eine schöne Patina Ihrer Meinung nach aus? Und woran erkennt man sie?

Eine gute Patina bildet mit dem Schuh ein harmonisches Arrangement, sowohl mit dem Modell als auch mit dem Leisten. Wenn man einen Schuh veredelt, kreiert man eine Harmonie, damit das Ganze kohärent wird.

Durch Ihre Arbeit an den Schuhen ändern sie auch deren Charakter grundlegend. Entscheiden Sie sich für eine bestimmte Form und Farbe, oder richten Sie sich nach dem Wunsch des Kunden?

Ein bisschen von beidem, meine ich. Die Kunden wissen meistens schon, was sie haben möchten. Meist überzeuge ich sie jedoch, eine andere Stilrichtung zu nehmen, damit das Ganze besser zusammenpasst. In insgesamt 15 Jahren wollten ausschließlich zwei Kunden, dass ich die Patina noch einmal von vorn anfange. Ich scheine also einen guten Riecher für eine schöne Patina zu haben (lacht).
Sie müssen wissen, bei einer Patina gibt es sowohl eine stilistische als auch eine psychologische Seite. Die Patina muss auf der einen Seite mit dem Schuh harmonieren, aber auf der anderen auch stilistisch und psychologisch zum Kunden passen. Es kommt natürlich immer auf den Kunden an und nicht zu vergessen den Anlass. Herren, die gern selbst extravagante Designs tragen oder auch den modernen Dandy-Stil leben, sagen meist: »Machen Sie auf dem Oberleder einfach das, was Sie möchten, solange man dann was sieht!« Daneben gibt es noch die Schuhe für die Businesskundschaft oder Schuhe, die nur für das Wochenende vorgesehen sind. Für diese Zwecke muss meistens die Patina viel unauffälliger sein.

Welches war bisher Ihr Meisterstück? Und welche Schuhe würden Sie gern noch veredeln?

Ich kann erst wirklich ein Meisterstück erschaffen, wenn mir freie Hand gelassen wird. Meine Meisterstücke sind also meine eigenen Schuhe (lacht erneut). Wenn ich meine eigenen Schuhe kreiere, trifft die Patina genau meinen persönlichen Geschmack, das harmonische Arrangement ist ideal und spiegelt meinen Stil perfekt wider. Mit meiner kommenden Kleidungskollektion kann ich das Ganze bald hoffentlich noch mehr in Einklang bringen.
Generell habe ich schon jeden Schuhtyp veredelt, aber jedes Paar ist eine vollkommen neue Herausforderung. Ich arbeite immer gleich: Der Schuh offenbart mir von selbst, welche Hauptfarbe das Oberleder bekommen sollte. Einmal habe ich einen Schuh nach der „Crème brûlée“-Art veredelt und eine grüne Farbe musste meiner Meinung nach drauf. Also, habe ich das einfach getan, und der Kunde war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Was macht für Sie einen guten Schuh aus und finden Sie diese Kriterien bei unseren Schuhen wieder?

Für mich ist ein guter Schuh all' das, was man mit einem deutschen Schuh assoziiert. Das heißt, er ist robust, langlebig und witterungsfähig. Ihre Schuhe erfüllen diese Kriterien völlig. Budapester sind auch ein anderes Beispiel für gutes Schuhwerk. Ihr Leder ist auch gut. So gut, dass ich einfach nicht verstehe, wie Sie solche Preise anbieten können. Objektiv gesehen, ist der Schuhaufbau qualitativ hochwertig und Sie bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an.

Was könnten wir noch verbessern?

Ihre Schuhe sehen sehr traditionell aus, meiner Meinung nach zu nordisch. Ein paar sportlichere Modelle wären hervorragend, um eine neue Kundschaft anzusprechen. Außerdem weniger traditionelle Leistenformen. Und wieso nicht einfach eine neue Kollektion mit veredelten Schuhen entwickeln? (Zwinkert verschmitzt.)

Welches unserer Modelle mögen Sie am Liebsten?

Ich bin vernarrt in das Modell N° 692. Diese schwarzen Boots passen wunderbar zu eleganter Kleidung, da Sie dort einen schönen Akzent setzen.

Peter Borggreve

Schuhexperte Peter Borggreve

Peter Borggreve zählt zu den gefragtesten Event-Schuhputzern Deutschlands. Seit nunmehr fünf Jahren ist der studierte Landschaftsgärtner auf dem stark vernachlässigten Schuhputzermarkt in Deutschland aktiv. Borggreve hat erfolgreich seine Nische gefunden und ist beinahe das gesamte Jahr über für Firmen- und Messeevents ausgebucht. Zu den Auftraggebern des Billy-Wilder-Fans zählen u.a. Porsche und BMW – darüber hinaus ist er Stammgast auf verschiedenen Ärztekongressen im Bundesgebiet. Seine Einsatzorte reichen mittlerweile über die deutsche Grenze hinaus: Bereits seit vier Jahren vertrauen die Veranstalter des Schweizer Wirtschaftsforums in Interlaken auf die Arbeit von Peter Borggreve. Zusammen mit seiner Frau führt er den »Feinen Auftritt« im Internet. Besucher erhalten hier alles, was sie für die nötige Schuhpflege benötigen: Zubehör, Tipps und natürlich den direkten Kontakt zum Meister selbst. Keine Lust zum Selberputzen? Kein Problem, mit dem Hol- und Bringservice ist Peter Borggreve in der Lage, seine vorzüglichen Dienste europaweit anzubieten.

www.der-feine-auftritt.de

Schuhexperte Peter Borggreve

Peter Borggreve über SHOEPASSION.com

Anzahl der Schuhe im Besitz: mehr als 25
Lieblingsschuhmodell: 15 JAhre alte französische Boots
SHOEPASSION.com Favoriten: 540, 575, 604, 627

Herr Borggreve, Sie als professioneller Schuhputzer: Fühlen Sie sich durch den Auftritt von SHOEPASSION.com angesprochen?

Sehr! Jeder, der sich für elegantes Schuhwerk interessiert kommt an SHOEPASSION.com nicht mehr vorbei. Eine superschön gestaltete Website, perfekte Bilder, ein unbedingtes Muss für den Schuhliebhaber. Bei meinen Events weise ich meine Kunden jedes Mal auf die Ihre Seite hin. Ich hoffe nur, das SHOEPASSION.com niemals das Zalando für Männerschuhe wird. Die Schuhe sind einfach zu gut für so eine Werbung.

Wie zufrieden sind Sie eigentlich mit den Schuhen, die Ihnen im Berufsalltag begegnen?

Das hängt sehr oft von der Veranstaltung ab auf der ich tätig bin. Ich kann zum Beispiel feststellen, dass bei einem Ärztekongress Chirurgen hochwertigeres Schuhwerk als Kinderärzte tragen. Leute aus dem Bankbereich wiederum Llyod für das Non plus ultra des Schuhwerks halten und Juristen den klassische Budapester-Stil bevorzugen. Natürlich darf all das nicht verallgemeinert werden. Das beste Schuhwerk pflege ich dann auf dem Schweizer Wirtschaftsforum. Da sind dann schon mal Paar John Lobb Exemplare dabei.

Was macht für Sie ein guter Herrenschuh aus?

Das Wichtigste ist für mich der Tragekomfort, die Verarbeitung und das Material des Leders. Dann kommt erst das Aussehen. Ein Schuh sollte schon den Charakter des Trägers wiederspiegeln. Ich freue mich über jeden schönen Schuh, dem ich wieder Leben einhauchen kann. Manchmal fühle ich mich nicht als Handwerker, sondern auch ein wenig als Künstler.

Wie schätzen Sie die Schuhe von SHOEPASSION.com ein und mit welchem Anbieter sind wir Ihrer Meinung nach zu vergleichen?

Ich mag die Schuhe von SHOEPASSION.com sehr. Sie bieten eine super Qualität und ein tolles Aussehen zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis. Ich habe früher oft Schuhe der Firma Grenson getragen – mit denen sind die SHOEPASSION.com-Schuhe definitiv vergleichbar.

Was könnten wir Ihrer Meinung nach noch besser machen?

Vielleicht mal ein Trachtenmodell auf den Markt bringen. Trachtenmodelle wie bei Halfs aus München sind zurzeit sehr gefragt. Ach ja, werdet nur nicht so bekannt wie Zalando, Jeder, der schönes Schuhwerk trägt, ist ganz Stolz auf seinen Geheimtipp an den Füssen.

Sie erwähnten Trachtenmodelle – welche Schuhe fehlen Ihrer Meinung nach noch in unserer Kollektion?

Neben Bootsschuhen und schön deftigen Winterstiefeln fehlt Ihnen natürlich noch das klassisches Schuhwerk für Frauen!

Welchem wir natürlich nicht abgeneigt sind. Eine Frage noch, Herr Borggreve: In den USA und Südeuropa gehört der Schuhputzer zum Alltagsbild. Warum ist das bei uns nicht so?

In Mitteleuropa hat man eine gewisse Scheu, sich die Schuhe putzen zu lassen – es wird mit einer Art Unterwürfigkeit verbunden. Ob sich das ändern wird, wage ich zu bezweifeln, solange Fußballspieler nach dem Torschuss noch symbolisch dem Torschützen die Stiefel putzen. Das Schuheputzen funktioniert meiner Meinung nach fast nur im gehobenen Bereich oder auf bestimmten Veranstaltungen. Aber eins ist für den Erfolg ganz wichtig: Die Leidenschaft, mit der man diesen Job angeht. Ohne Spaß funktioniert es überhaupt nicht.

Sven Raphael Schneider

Schuhexperte Peter Borggreve

Bereits seit seinem 14. Lebensjahr beschäftigt sich Sven Raphael Schneider mit klassischer Herrenbekleidung und den Accessoires des guten Geschmacks. Während seine Klassenkameraden in ihrer Freizeit Zeitungen austrugen, handelte der gebürtige Schwäbisch Haller bereits mit Mountblanc Füllfederhaltern auf eBay. In den folgenden zehn Jahren vertiefte der Gentleman sein Wissen. Knapp 500 Bücher umfasst seine persönliche Bibliothek des Savoir Vivres heute. Es war 2010 als es aus dem studierten Juristen herausbrach. Mittlerweile wohnhaft in den USA, eröffnete er die Gentleman´s Gazette, ein preisgekröntes, zweisprachiges Online-Magazin, in dem er und seine Mitstreiter Artikel aus der Welt der Herrenmode und der hohen Lebenskunst veröffentlichen. Dazu zählen auch ehrliche Produkttests der beliebten Marken. Das Ziel hinter dem Magazin ist es, das Wissen über ein gutes Handwerk auf dem Felde der Herrenbekleidung zu bewahren und dieses weiterzugeben.

www.gentlemansgazette.com
www.morningdressguide.com

Schuhexperte Peter Borggreve

Sven Raphael Schneider über SHOEPASSION.com

Anzahl der Schuhe im Besitz: Ich habe sie nie gezählt!
Lieblingsschuhmodell: Oxford
SHOEPASSION.com Favoriten: Modell No. 625

Herr Schneider, Sie als klassischer Gentleman, fühlen Sie sich durch den Auftritt von SHOEPASSION.com angesprochen?

Ich denke, die Website spricht Herren an, die gerne Apple-Produkte kaufen und sich einmal bessere Schuhe zulegen möchten. Ich persönlich falle nicht wirklich in dieses Segment, da ich schon mehrere Paare von verschiedenen Herstellern und Schuhmachern mein Eigen nennen darf.

Welche Schuhpaare sollte Mann in seinem Besitz wissen oder anders gefragt: Wie viele Schuhpaare benötigt er für den Alltag wirklich?

Es sollten mindestens vier Paar sein: ein schwarzer, glatter Oxford, ein brauner Derby, ein brauner Loafer und ein brauner Stiefel.

Was halten Sie von der klassischen Etikette? „No brown after six“ oder ist erlaubt, was gefällt?

Traditionell galt diese Regel in England. Heute gibt es jedoch in der Gesellschaft keine wirklich geltenden Konventionen mehr. Meiner Meinung nach ist es wichtiger, auf das gesamte Erscheinungsbild zu achten und sich dem Anlass entsprechend zu kleiden. Auf einer Hochzeit steht zum Beispiel das Brautpaar im Vordergrund, da müssen die eigenen Spectators zu Hause bleiben. Generell ist mir ein gut gekleideter Mann in braunen Schuhen nach 18 Uhr lieber als jemand mit billigen, schwarzen Schuhen, schlecht sitzendem Anzug und Polyesterkrawatten mit Windsorknoten.

Die Gentleman´s Gazette führt ebenso Produkttests durch. Unser Doppelmonk, das Modell No. 591, wurde von Ihnen einmal genauer unter die Lupe genommen. Wie schätzen Sie unsere Schuhe anhand dieses Beispiels ein, und mit welchem Anbieter sind sie Ihrer Meinung nach zu vergleichen?

SHOEPASSION.com ist qualitativ nicht mit Marken wie Alfred Sargent oder Edward Green zu vergleichen, da hierfür die Verarbeitung ein klein wenig zu grob ist. Dafür sind diese Marken aber auch um ein Vielfaches teurer. In meinen Augen bietet SHOEPASSION.com jedoch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis für Herren, die sich gute, handwerklich hergestellte Lederschuhe leisten wollen.

Sie wohnen in den USA. Wie zufrieden waren Sie mit der Lieferzeit, dem Paket und seinen Beilagen?

Die Lieferzeit war gut, die Verpackung war sichtlich bemüht, ein tolles Einkaufserlebnis zu vermitteln. Die gedruckten Beilagen sind für Einsteiger sehr informativ, die Schuhbeutel waren dagegen eher unterdurchschnittlich, aber wie bereits erwähnt, SHOEPASSION.com bietet ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Was könnten wir Ihrer Meinung nach noch besser machen?

Leistenform, Stand, Spitzenspregung, Schuhbeutel

Und welcher Schuh fehlt noch in unserer Kollektion?

SHOEPASSION.com hat bereits so viele klassische Modelle. Was mir persönlich fehlt, ist der Mut zur Farbe. Ich fände eine breitgefächerte Farbauswahl Ihrer Modelle hervorragend.

Bitte warten...

{{var product.name}}

wurde Ihrem Warenkorb hinzugefügt



weiter einkaufen zur Kasse
weiter einkaufen
zur Kasse
  Lade...